Brich den verdächtigen Kontakt ab. Führe keine weiteren Schritte über die Nachricht, den Brief, den Anruf, die Website oder die Anwendung aus. Treffen mehrere Fälle auf dich zu, beginne mit dem Abschnitt zur Handlung mit dem grössten möglichen Risiko.
Sende niemals vertrauliche Wallet- oder Kontodaten
Teile Wiederherstellungswörter, Wallet-Backups, private Schlüssel, Passwörter, Passphrasen, PINs oder Authentifizierungscodes weder mit dem BitBox Support noch mit anderen Personen. BitBox kann dir helfen, den Vorfall einzuordnen, ohne diese Angaben zu erhalten.
Du hast die Nachricht, den Brief oder den Anruf nur erhalten
Allein weil du eine verdächtige Nachricht, einen Brief oder einen Anruf erhalten hast, hat die andere Person keinen Zugriff auf deine Wallet.
- Antworte nicht, öffne keine Links oder Anhänge, scanne keine QR-Codes und rufe keine angegebene Telefonnummer an.
- Blockiere den Absender oder die anrufende Person.
- Lösche die Mitteilung oder bewahre sie so auf, dass du nicht versehentlich damit interagierst.
Hast du die Mitteilung nur erhalten, musst du weder deine Wallet zurücksetzen noch Guthaben übertragen oder den Support kontaktieren.
Eine Prüfung durch BitBox ist in diesem Fall freiwillig. Möchtest du den Kontakt dennoch prüfen lassen, öffne selbst das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports, erstelle eine neue Anfrage und beschreibe, was du erhalten hast. Antworte nicht auf den verdächtigen Kontakt.
Du hast unerwartet eine Support-Bestätigung erhalten
Ein Betrüger kann deine E-Mail-Adresse in das echte Kontaktformular eingetragen haben. Die daraufhin versandte automatische Bestätigung kann tatsächlich von BitBox stammen, obwohl du die Anfrage nicht selbst erstellt hast. Sie macht einen separaten Anruf, eine Nachricht oder ein Gespräch jedoch nicht legitim.
- Setze den separaten Kontakt nicht fort.
- Antworte nicht auf die unerwartete Bestätigung. Verwende auch keine Fallnummern, Links, Telefonnummern oder Angaben zu Mitarbeitenden, die dir die andere Person genannt hat.
- Wenn du darüber hinaus nicht interagiert hast, musst du an deiner Wallet nichts unternehmen.
Möchtest du die unerwartete Anfrage von BitBox prüfen oder schliessen lassen, öffne selbst das offizielle Kontaktformular und erstelle eine vollständig neue Anfrage. Gib an, dass die frühere Anfrage nicht von dir stammt. Wenn sonst nichts geschehen ist, ist diese Prüfung freiwillig. Wird Druck auf dich ausgeübt oder bleibt die Situation unklar, handle erst, nachdem du BitBox auf diesem unabhängigen Weg kontaktiert hast.
Du hast einen Link geöffnet oder einen QR-Code gescannt, aber nichts eingegeben
- Schliesse die Seite.
- Lade von dort nichts herunter und installiere nichts.
- Verbinde deine BitBox nicht mit der Seite und bestätige keine von ihr verlangte Aktion.
- Notiere die Webadresse, ohne die Seite erneut zu öffnen. Entferne sie danach aus deinem Browserverlauf, wenn du dadurch ein versehentliches erneutes Öffnen verhinderst.
- Öffne die offizielle BitBox-Website selbst, falls du eine legitime Aufgabe fortsetzen musst.
Allein das Öffnen einer Seite ist kein Beleg dafür, dass dein E-Mail-Konto, dein Computer, deine BitBox oder deine Wallet kompromittiert wurde. Setze deine Wallet deshalb nicht zurück und übertrage allein wegen des Klicks kein Guthaben. Bist du unsicher, ob automatisch etwas heruntergeladen oder geöffnet wurde, oder möchtest du den Versuch melden, erstelle über das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports eine neue Anfrage.
Hast du zusätzlich eine Datei heruntergeladen, Software installiert, deine BitBox verbunden, Informationen eingegeben oder eine Aktion bestätigt, folge stattdessen dem passenden Abschnitt weiter unten.
Du hast ein Passwort oder andere Kontodaten eingegeben
Sende dem BitBox Support weder das Passwort noch einen Authentifizierungscode oder andere vertrauliche Kontodaten. Für die Absicherung des betroffenen E-Mail-, Börsen-, Broker-, Zahlungs- oder sonstigen Kontos ist der jeweilige Anbieter zuständig.
- Öffne auf einem separaten, vertrauenswürdigen Gerät selbst die offizielle Website oder App des Anbieters. Verwende keinen Link und keine Telefonnummer aus dem verdächtigen Kontakt.
- Ändere das betroffene Passwort und jedes andere Konto, bei dem du dasselbe Passwort verwendet hast.
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung und beende unbekannte oder, sofern möglich, alle aktiven Sitzungen.
- Prüfe die letzten Aktivitäten, Wiederherstellungsangaben, verbundenen Anwendungen, Weiterleitungsregeln sowie ausstehende Auszahlungen oder Zahlungen.
- Kontaktiere den Anbieter über seinen offiziellen Supportkanal, wenn der Zugriff, eine Auszahlung oder eine andere Kontoaktion ungeklärt bleibt.
Das Löschen von Cookies oder des Browserverlaufs entfernt keine Schadsoftware und ersetzt weder die Passwortänderung noch das Beenden von Sitzungen beim Anbieter. BitBox kann ein externes Konto nicht absichern und eine dort ausstehende Auszahlung nicht stoppen.
Du hast eine Datei heruntergeladen, aber nicht geöffnet
Öffne die Datei nicht und führe sie nicht aus.
- Notiere den Dateinamen und die Herkunft der Datei, ohne die verdächtige Seite erneut aufzurufen.
- Lade die verdächtige Datei nirgends hoch und leite sie nicht weiter, es sei denn, der BitBox Support nennt dir ausdrücklich einen dafür vorgesehenen sicheren Übermittlungsweg.
- Lösche oder quarantäniere die Datei, sobald sie nicht mehr als Beleg benötigt wird. Entferne sie dabei aus dem Downloadordner oder Papierkorb, ohne sie zu öffnen.
Bist du sicher, dass du die Datei weder geöffnet noch ausgeführt hast, ist der Download allein kein Beleg für eine Infektion des Computers. Könnte der Browser die Datei automatisch geöffnet haben oder bist du unsicher, aktualisiere die integrierte oder eine andere vertrauenswürdige Sicherheitssoftware des Computers und führe einen vollständigen Malware-Scan aus.
Möchtest du den Versuch melden, öffne unabhängig vom verdächtigen Kontakt das offizielle Kontaktformular. Nenne den Dateinamen sowie den Absender oder die Webadresse und füge bei Bedarf einen geschwärzten Screenshot bei. Schreibe ausdrücklich, dass du die Datei nur heruntergeladen, aber weder geöffnet noch ausgeführt hast.
Hast du die Datei geöffnet, ausgeführt oder installiert, folge dem nächsten Abschnitt.
Du hast eine Datei geöffnet oder ausgeführt, Software installiert oder Fernzugriff erlaubt
- Beende eine noch aktive Fernzugriffssitzung.
- Trenne deine BitBox und bestätige keine weiteren Aktionen.
- Verwende den betroffenen Computer vorerst nicht mehr für deine Wallet oder für Börsen-, Broker-, E-Mail- und Zahlungskonten.
- Trenne den Computer vom Netzwerk, falls die Fernzugriffssitzung noch aktiv sein könnte.
- Nutze ein separates, vertrauenswürdiges Gerät und öffne dort selbst die offiziellen Websites des BitBox Supports und der Anbieter betroffener Konten.
- Aktualisiere auf dem betroffenen Computer das Betriebssystem und seine integrierte oder eine andere vertrauenswürdige Sicherheitssoftware. Führe danach einen vollständigen oder, falls verfügbar, Offline-Malware-Scan aus.
Öffne auf diesem separaten Gerät das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports und erstelle eine neue Anfrage. Beschreibe die Software oder das Fernzugriffsprogramm und welche Handlungen bereits ausgeführt wurden. Sende weder die verdächtige Datei noch Wallet-Geheimnisse.
Die vollständige Bereinigung und Wiederherstellung des Computers ist nicht Teil dieses Leitfadens. Weder das Löschen der Datei noch das Leeren von Browserdaten, das Deinstallieren der sichtbaren Anwendung oder ein Scan ohne Fund beweisen, dass der Computer frei von Schadsoftware ist. Der BitBox Support kann den Computer weder untersuchen noch garantieren, dass er sicher ist.
Lass den Computer von einer qualifizierten Fachperson prüfen, bevor du ihn wieder für deine Wallet oder andere sensible Finanzaktivitäten verwendest. Wird Schadsoftware gefunden, lässt sie sich nicht zuverlässig entfernen, treten weiterhin Auffälligkeiten auf oder brauchst du die stärkste praktische Wiederherstellung, kann die Fachperson empfehlen, den Computer vollständig zu löschen und das Betriebssystem aus einer vertrauenswürdigen Herstellerquelle neu zu installieren. Dieser Schritt ist aufwendig, kann Belege vernichten und über ein betroffenes Backup erneut Schadsoftware einspielen. Er ist keine Standardreaktion auf einen blossen Klick oder eine ungeöffnete Datei.
Wurde Guthaben gestohlen, ist die Polizei eingeschaltet oder könnte der Computer Beweismittel enthalten, lösche keine Dateien. Setze den Computer nicht zurück, lösche ihn nicht vollständig und installiere das Betriebssystem nicht neu, bevor die zuständige Ermittlungs- oder Sicherheitsfachperson die Beweissicherung mit dir geklärt hat.
Hast du ausserdem Kontodaten oder Wiederherstellungswörter eingegeben oder eine Wallet-Aktion bestätigt, folge auch dem entsprechenden Abschnitt mit dem höheren Risiko.
Du hast deine BitBox mit einer verdächtigen Website oder Anwendung verbunden
- Trenne die BitBox.
- Schliesse die Website oder Anwendung.
- Bestätige keine weitere Aktion auf dem Gerät.
- Prüfe deine Wallet ausschliesslich mit der offiziellen BitBoxApp, die du von der offiziellen Download-Seite der BitBoxApp bezogen hast.
Die Verbindung allein zeigt nicht, ob noch etwas anderes geschehen ist. Prüfe deshalb, ob du zusätzlich Kontodaten oder Wiederherstellungswörter eingegeben, eine Datei geöffnet, Software installiert, Fernzugriff erlaubt oder eine Aktion auf der BitBox bestätigt hast. Trifft etwas davon zu, folge dem entsprechenden Abschnitt mit dem höheren Risiko.
Öffne unabhängig vom verdächtigen Kontakt das offizielle Kontaktformular und erstelle eine neue Anfrage. Beschreibe genau, womit du die BitBox verbunden hast und was auf dem Gerät angezeigt oder bestätigt wurde. Sende keine Wallet-Geheimnisse.
Du hast eine unerwartete Aktion oder Transaktion bestätigt
- Verwende die verdächtige Website oder Anwendung nicht weiter.
- Öffne die offizielle BitBoxApp und prüfe das betroffene Konto sowie den Transaktionsverlauf.
- Notiere die Transaktions-ID und den angezeigten Status. Gib dabei keine Wallet-Geheimnisse weiter.
- Bestätige während der Abklärung keine weitere Aktion.
Erstelle über das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports eine neue Anfrage. Der Support kann dir helfen, die Anzeigen der BitBoxApp und das Verhalten des Geräts einzuordnen.
Betraf die Aktion eine Börse, einen Broker, dein E-Mail-Konto, einen Zahlungsdienst oder ein anderes externes Konto, öffne selbst die offizielle Website des jeweiligen Anbieters und kontaktiere ihn dort. BitBox kann weder ein externes Konto sperren noch eine auf der Blockchain bestätigte Transaktion rückgängig machen.
Bist du nicht sicher, ob du eine Transaktion bestätigt hast oder ob sie bereits an das Netzwerk übermittelt wurde, führe keine weitere Wallet-Aktion aus. Bitte den Support, die nicht vertraulichen Angaben aus der offiziellen BitBoxApp mit dir einzuordnen.
Du hast Wiederherstellungswörter eingegeben oder ein Wallet-Backup weitergegeben
Gehe davon aus, dass die Wiederherstellungswörter kompromittiert sind. Wer sie kennt, kann alle daraus abgeleiteten Wallets kontrollieren, sofern diese nicht zusätzlich durch eine weiterhin geheime optionale Passphrase geschützt sind.
Verwendest du eine optionale Passphrase, gib sie nicht weiter. Erwähne in deiner neuen Support-Anfrage lediglich, dass du eine Passphrase verwendest. So kann der Support die mögliche Gefährdung der konkreten Wallet einordnen, ohne die Passphrase zu erhalten.
Befindet sich Guthaben in einer durch diese Wiederherstellungswörter gefährdeten Wallet und kannst du noch darauf zugreifen, übertrage es auf eine neu erstellte Wallet mit neuen Wiederherstellungswörtern und einem neuen Backup. Die neuen Wiederherstellungswörter und das neue Backup müssen vollständig geheim bleiben. Folge der englischsprachigen Anleitung Guthaben mit einer einzigen BitBox02 auf eine neue Wallet übertragen (auf Englisch).
Setze die BitBox erst zurück, wenn du alle Voraussetzungen der verlinkten Anleitung erfüllt hast. Sende kein Guthaben zurück an eine Adresse der kompromittierten Wallet.
Öffne auf einem separaten, vertrauenswürdigen Gerät das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports und erstelle eine neue Anfrage. Der Support kann Produktfunktionen erklären. Er kann offengelegte Wiederherstellungswörter jedoch nicht wieder sicher machen, die Wallet nicht kontrollieren und eine bestätigte Transaktion nicht rückgängig machen.
Diese Angaben gehören in deine neue Support-Anfrage
Verwende ausschliesslich das offizielle Kontaktformular, das du unabhängig vom verdächtigen Kontakt geöffnet hast. Antworte nicht auf die verdächtige Mitteilung. Verwende weder die darin genannte Telefonnummer noch einen Link, Ticketcode oder angeblichen Kontakt zu einem Mitarbeitenden.
Übermittle nur nicht vertrauliche Belege:
- Absenderadresse oder Telefonnummer;
- Webadresse;
- Datum und Kommunikationskanal;
- geschwärzte Screenshots oder Fotos;
- Dateiname eines verdächtigen Downloads; und
- eine kurze Beschreibung dessen, was du geöffnet, gescannt, heruntergeladen, installiert, eingegeben oder bestätigt hast und womit du deine BitBox verbunden hast.
Füge niemals Wiederherstellungswörter, Wallet-Backups, private Schlüssel, Passwörter, Passphrasen, PINs oder Authentifizierungscodes bei. Schwärze persönliche Angaben, die zur Identifikation des Betrugsversuchs nicht erforderlich sind. Mache auch QR-Codes in Screenshots unlesbar, es sei denn, der Support nennt dir ausdrücklich einen dafür vorgesehenen sicheren Übermittlungsweg.
Die unmittelbaren Schutzmassnahmen sind abgeschlossen, sobald du den verdächtigen Kontakt beendet, die Schritte für die Handlung mit dem höchsten Risiko ausgeführt und offene Fragen an den BitBox Support oder den Anbieter des betroffenen Kontos übergeben hast.