Die BitBoxApp verbindet sich mit Online-Diensten, um Kontostände, Transaktionsverläufe und Wechselkurse abzurufen, Transaktionen zu senden und nach Software-Updates zu suchen. Dabei werden die für die jeweilige Funktion benötigten Informationen übertragen, etwa Abfragen zu deiner Wallet und Metadaten zur Netzwerkverbindung. Die privaten Schlüssel und Wiederherstellungswörter deiner BitBox-Wallet werden dabei nicht an BitBox-Server gesendet.
Welcher Dienst eine Anfrage erhält, hängt vom verwendeten Konto, der Funktion und deinen Verbindungseinstellungen ab. Manche Anfragen gehen an BitBox (Shift Crypto AG), andere beziehen externe Anbieter ein. Dass ein Dienst Informationen verarbeitet, um eine Anfrage zu beantworten, bedeutet nicht automatisch, dass er sie auch in Protokollen speichert.
Welche Informationen erhalten Online-Dienste?
Als Backend wird ein Server bezeichnet, den die App kontaktiert, um Blockchain-Daten abzurufen oder eine Transaktion zu übermitteln. Die wichtigsten Verbindungen sind:
| Funktion | Empfangender Dienst | Benötigte Informationen |
|---|---|---|
| Bitcoin- oder Litecoin-Kontostände und Transaktionsverlauf abrufen | Die standardmäßig eingerichteten Electrum-Server von BitBox oder ein kompatibler Server, den du für die jeweilige Kryptowährung eingerichtet hast | Abfragen, mit denen die App die Aktivitäten der Empfangs- und Wechselgeldadressen deines Kontos ermittelt. |
| Eine Bitcoin- oder Litecoin-Transaktion senden | Das für die jeweilige Kryptowährung eingerichtete Backend | Die signierte Transaktion, die an das Netzwerk weitergegeben werden soll. |
| Ethereum- und ERC20-Konten nutzen | Dienste, die Etherscan nutzen | Die Kontoadresse und Abfragen zum Kontostand und Transaktionsverlauf oder eine signierte Transaktion, wenn du Guthaben sendest. |
| Nach Updates suchen und Wechselkurse abrufen | Die Update- und Wechselkursdienste von BitBox | Anfragen zu verfügbaren Softwareversionen und Währungskursen. |
Bei einer Verbindung erhält der kontaktierte Dienst außerdem Netzwerkinformationen, etwa den Verbindungszeitpunkt und die IP-Adresse, von der die Anfrage kommt. Eine IP-Adresse kennzeichnet einen Internetanschluss und ist etwas anderes als eine Wallet-Adresse. Wird die Verbindung über Tor geleitet, sieht der Dienst stattdessen eine Tor-IP-Adresse.
Kann ein Server etwas über meinen Kontostand oder meine Transaktionen erfahren?
Ein Server, der Wallet-Abfragen beantwortet, kann damit Kontostände und den Transaktionsverlauf auf der Blockchain nachschlagen. Möglicherweise kann er auch Abfragen zu mehreren Adressen derselben Verbindung zuordnen.
Dass deine privaten Schlüssel geheim bleiben, verhindert diese Verarbeitung nicht. Ob der Betreiber solche Informationen aufbewahrt, ist eine separate Frage und hängt davon ab, welche Daten er protokolliert und wie er mit ihnen umgeht.
Welche Wallet-Daten werden nicht an BitBox-Server gesendet?
Wenn du die BitBoxApp mit deiner BitBox-Hardware-Wallet verwendest, werden deine Wiederherstellungswörter, deine optionale Passphrase, dein Gerätepasswort und deine privaten Schlüssel nicht an BitBox-Server gesendet. Die privaten Schlüssel deiner On-Chain-Wallet bleiben durch die BitBox geschützt: Sie signiert Transaktionen, ohne diese Schlüssel offenzulegen.
Wie geht BitBox mit Verbindungsdaten um?
BitBox beschränkt die betriebliche Protokollierung auf das, was für einen stabilen Betrieb notwendig ist. Laut der Datenschutzerklärung von BitBox speichern die Server IP-Adressen entweder gar nicht in Protokollen oder anonymisieren sie vor dem Protokollieren. Die BitBoxApp enthält keine Tracker oder Analysewerkzeuge von Drittanbietern.
Diese Aussagen zur Protokollierung bei BitBox und zu den eingebetteten Werkzeugen der App gelten nicht automatisch für alle externen Dienste, die du nutzen kannst. Für Kontoinformationen zu Ethereum und ERC20-Token verwendet die App Etherscan. Wie dieser Anbieter mit Daten umgeht, erfährst du in der Datenschutzerklärung von Etherscan (Englisch).
Was ändert sich, wenn ich einen optionalen Dienst nutze?
Optionale Partnerdienste, etwa zum Kaufen oder Tauschen von Kryptowährungen, werden von separaten Anbietern bereitgestellt. Personenbezogene Daten werden erst an einen Partnerdienst übertragen, wenn du die Interaktion selbst startest und über den Hinweis in der App zustimmst. Jeder Anbieter ist für seine eigene Datenverarbeitung verantwortlich. Abschnitt 7 der Datenschutzerklärung von BitBox enthält die Partner und die Links zu ihren Datenschutzerklärungen. Lies die Erklärung des jeweiligen Anbieters, bevor du fortfährst.
Wenn du eine Adresse oder Transaktion in einem externen Blockexplorer öffnest, erhält die besuchte Website ebenfalls die betreffende Adresse oder Transaktions-ID.
Die mobile Lightning-Wallet nutzt separate Dienste und speichert ihre privaten Schlüssel zum Ausgeben des Guthabens auf deinem Smartphone. Gehe nicht davon aus, dass ein selbst eingerichtetes Bitcoin-Backend oder die Tor-Einstellung der Desktop-App auch für Lightning gilt. Weitere Informationen zu diesen Diensten und zur Schlüsselspeicherung findest du unter So funktioniert Lightning in der BitBoxApp.
Wie privat ist das Scannen von QR-Codes?
QR-Codes werden lokal auf deinem Gerät gelesen, wenn du den Scan selbst startest. Was anschließend mit den ausgelesenen Informationen geschieht, hängt davon ab, wofür du sie verwendest. Das Scannen eines Codes und die spätere Nutzung seines Inhalts für eine Anfrage oder Zahlung sind getrennte Vorgänge.
Wie kann ich weniger Daten preisgeben?
Für Bitcoin kannst du die passende Maßnahme danach auswählen, welche Informationen du schützen möchtest:
- Eigene Infrastruktur verwenden. Verbinde die BitBoxApp mit deiner eigenen Bitcoin-Full-Node über einen Electrum-kompatiblen Server. Folge in der Anleitung auch den Schritten zur ausschließlichen Nutzung deiner eigenen Node, damit öffentliche Server nicht als alternative Verbindungen eingerichtet bleiben.
- Deine IP-Adresse verbergen. Auf dem Desktop kannst du die BitBoxApp für Tor konfigurieren. Bei Verbindungen über Tor sieht der kontaktierte Dienst eine Tor-IP-Adresse statt deiner normalen öffentlichen IP-Adresse. Die zur Bereitstellung des Dienstes benötigten Abfragen erhält er weiterhin.
Mit einem anderen öffentlichen Electrum-Server wechselst du den Betreiber, dem du vertraust. Du erhältst dadurch nicht dieselbe Kontrolle wie mit einem eigenen Server. Eine eigene Bitcoin-Node und Tor schützen unterschiedliche Aspekte deiner Privatsphäre und lassen sich kombinieren. Beide entfernen weder Informationen, die bereits auf einer öffentlichen Blockchain sichtbar sind, noch Daten, die du einem externen Anbieter selbst mitteilst.