Wenn dich eine Börse, ein Broker oder ein anderer Dienst auffordert, den Besitz einer Bitcoin-Adresse zu verifizieren oder nachzuweisen, dass du sie kontrollierst, verwende genau die Methode und das Format, die der Dienst akzeptiert. Eine signierte Nachricht, eine AOPP-Anfrage und ein Satoshi-Test sind unterschiedliche Arten von Nachweisen und nicht austauschbar. Nennt die Anfrage keine akzeptierte Methode oder kein Format, frage beim Dienst nach, bevor du fortfährst.

Akzeptiert der Dienst den Adresstyp und das Signaturformat der BitBoxApp und verlangt er keine andere Methode, ist das direkte Signieren in der BitBoxApp die einfachste unterstützte Option. Dabei wird eine Signatur erstellt, ohne Bitcoin zu versenden oder eine Netzwerkgebühr zu bezahlen.

Gib deine Wallet-Geheimnisse niemals weiter

Um eine Adresse zu verifizieren, benötigen weder eine Börse, ein Broker, ein Verifizierungsdienst noch der BitBox Support deine Wiederherstellungswörter, privaten Schlüssel, Passwörter, optionale Passphrase oder dein Wallet-Backup. Sende diese Geheimnisse niemals an andere und gib sie weder auf einer Website noch in einem Supportformular, Chat oder einer zur Verifizierung bereitgestellten Software ein. Brich den Vorgang ab, wenn jemand danach fragt.

 

Wähle die vom Dienst verlangte Methode

Ordne die Formulierung oder den verlangten Schritt in der Anfrage einer der folgenden Optionen zu. Stelle vor dem Fortfahren ausserdem sicher, dass dir die genaue Adresse sowie alle vom Dienst vorgegebenen Nachrichten- oder Transaktionsdaten vorliegen.

Was der Dienst verlangt Welche Methode du verwendest Was du vorher prüfst
Eine Nachricht signieren oder Adresse, Nachricht und Signatur einreichen Bitcoin-Nachricht in der BitBoxApp signieren Es entsteht keine Transaktion und keine Netzwerkgebühr. Der Dienst akzeptiert den Adresstyp und das Signaturformat der BitBoxApp.
Die Nachricht mit Sparrow Wallet signieren Bitcoin-Nachricht mit Sparrow Wallet und BitBox signieren Es entsteht keine Transaktion und keine Netzwerkgebühr. Das benötigte Bitcoin-Konto ist mit Sparrow Wallet verbunden und der Dienst akzeptiert dessen Signaturformat.
Die Nachricht mit Electrum signieren Bitcoin-Nachricht mit Electrum und BitBox signieren Es entsteht keine Transaktion und keine Netzwerkgebühr. Das benötigte Bitcoin-Konto ist mit Electrum verbunden und der Dienst akzeptiert dessen Signaturformat.
Eine AOPP-Anfrage, einen Link, eine Schaltfläche oder einen QR-Code verwenden Folge dem AOPP-Ablauf des Dienstes Es entsteht keine Transaktion und keine Netzwerkgebühr. Der Dienst hat AOPP implementiert und die Anfrage bereitgestellt.
Einen genau vorgegebenen kleinen Betrag von einer bestimmten Bitcoin-Adresse senden Satoshi-Test mit BitBoxApp und BitBox durchführen Dabei werden Bitcoin versendet und es fällt eine Mining-Gebühr an. Der Dienst hat die genaue Vorgabe zur Quelle, die Zieladresse, den Betrag und die Bestätigungsbedingungen mitgeteilt.

Fordert der Dienst lediglich dazu auf, „eine Bitcoin-Nachricht zu signieren“, frage nach, ob er eine in der BitBoxApp erstellte Signatur akzeptiert. Wähle nicht einfach Sparrow Wallet, Electrum, AOPP oder einen Satoshi-Test, nur weil die Anfrage unklar ist.


Bitcoin-Nachricht signieren

Beim Signieren einer Nachricht wird für eine einzelne Adresse eine kryptografische Signatur erstellt, ohne Bitcoin zu bewegen. Verwende den direkten Ablauf in der BitBoxApp, wenn der Dienst Native-SegWit-Adressen akzeptiert, die mit bc1q beginnen, und das Signaturformat der BitBoxApp unterstützt. Du kannst dabei sowohl eine bereits verwendete Adresse als auch eine neue Empfangsadresse auswählen.

Folge der Anleitung Bitcoin-Nachricht in der BitBoxApp signieren.

Verwende Sparrow Wallet oder Electrum nur, wenn der Dienst diese Wallet ausdrücklich verlangt oder bestätigt, dass er den dabei verwendeten Adresstyp und das Signaturformat akzeptiert. Da sich Kontoeinrichtung, Signaturvorgang und Verifizierung in den beiden Anwendungen unterscheiden, solltest du jeweils der passenden Anleitung folgen.


Verwende AOPP, wenn der Dienst es anbietet

AOPP funktioniert nur, wenn sowohl die Wallet als auch der externe Dienst das Protokoll unterstützen. Nutze es daher nur, wenn der Dienst, bei dem du die Verifizierung durchführen möchtest, eine AOPP-Anfrage, einen Link, eine Schaltfläche oder einen QR-Code bereitstellt. Die Unterstützung in der BitBoxApp allein genügt nicht, und du kannst den Ablauf nicht selbst starten, wenn der Dienst AOPP nicht implementiert hat.

Über die Anfrage kannst du eine Adresse auswählen und einen signierten Nachweis zurückgeben, ohne eine Bitcoin-Transaktion zu erstellen oder eine Netzwerkgebühr zu bezahlen.

Bevor du die Anfrage bestätigst, prüfe, ob sie vom richtigen Dienst stammt und ob das ausgewählte Bitcoin-Konto sowie die Adresse korrekt sind. Ist die Anfrage unerwartet oder abgelaufen oder hast du sie über eine dir unbekannte Quelle geöffnet, brich ab und rufe den Dienst über seine offizielle Website oder App auf.

Die genauen Einrichtungs- und Verifizierungsschritte hängen vom jeweiligen Dienst ab. Zu den Diensten, die AOPP mit BitBox implementiert haben, gehören beispielsweise Pocket Bitcoin, Coinfinity und Bittr. Folge den Anweisungen des Dienstes und, sofern vorhanden, seiner dienstspezifischen BitBox-Anleitung.

Eine Erklärung dazu, was AOPP ist, wie es funktioniert und wo seine Grenzen liegen, findest du unter Was ist AOPP?. Weitere Hintergründe zum Protokoll und dazu, warum BitBox es unterstützt, bietet der Blogartikel Wie das AOP-Protokoll die Selbstverwahrung vereinfacht (auf Englisch).


Führe einen Satoshi-Test nur auf ausdrückliche Aufforderung durch

Ein Satoshi-Test ist eine Bitcoin-Transaktion auf der Blockchain. Anders als beim Signieren einer Nachricht oder bei AOPP werden dabei Bitcoin bewegt, es fällt eine Mining-Gebühr an und die Transaktion bleibt öffentlich sichtbar. Nach dem Senden kann sie nicht rückgängig gemacht werden.

Fahre nur fort, wenn der anfragende Dienst ausdrücklich einen Satoshi-Test verlangt und dir die genaue Vorgabe zur Quelle, die Zieladresse, den Betrag und die Bestätigungsbedingungen mitgeteilt hat. Die vorgegebene Quelle muss einen bestätigten Transaktionsausgang enthalten, den du ausgeben kannst und der den geforderten Betrag sowie die Mining-Gebühr deckt. Ist das nicht der Fall, brich ab und frage, ob der Dienst eine andere Verifizierungsmethode akzeptiert. Zahle nicht zuerst Bitcoin auf die Adresse ein und führe keine vorbereitende Transaktion durch, solange der Dienst nicht bestätigt hat, dass dies erforderlich ist.

Folge der Anleitung Satoshi-Test mit BitBoxApp und BitBox durchführen.

Der Blogartikel Wie Satoshi-Tests der Selbstverwahrung schaden und warum AOPP die Lösung ist erklärt die Unterschiede und Abwägungen zwischen Satoshi-Tests, manueller Nachrichtensignatur und AOPP ausführlicher.


Was der Nachweis bestätigt

Eine gültige Nachrichtensignatur oder ein AOPP-Nachweis belegt die Kontrolle über die ausgewählte Bitcoin-Adresse. Ein Satoshi-Test zeigt, dass du den ausgewählten Transaktionsausgang unter den Bedingungen dieser Transaktion ausgeben kannst. Keine dieser Methoden bestätigt deine Identität, begründet rechtliches Eigentum oder weist die Kontrolle über sämtliche Adressen deiner Wallet nach.

Der anfragende Dienst entscheidet, ob der eingereichte Nachweis seine Anforderungen erfüllt. Wenn du eine Adresse, eine Signatur oder eine Transaktion teilst, kann dies ausserdem eine Verbindung zwischen dir und dieser Adresse herstellen und deine Privatsphäre beeinträchtigen. Übermittle das Ergebnis deshalb nur an den vorgesehenen Empfänger.

Du kannst fortfahren, sobald du genau weisst, welche Methode und welches Format der Dienst akzeptiert, und dir alle dafür erforderlichen Adress-, Nachrichten- oder Transaktionsdaten vorliegen. Ist etwas davon unklar, frage beim Dienst nach, bevor du etwas signierst oder sendest.