Die folgenden Beispiele sind bestätigte oder beobachtete Betrugsmuster im Zusammenhang mit BitBox. Sie helfen dir, verdächtigen Kontakt wiederzuerkennen. Klicke beim Prüfen nicht auf Links, scanne keine QR-Codes, rufe keine Telefonnummern an und öffne keine Anhänge aus der verdächtigen Kommunikation.

Wenn du bereits einen Link angeklickt, einen QR-Code gescannt, etwas heruntergeladen oder installiert, deine BitBox mit einer verdächtigen Website oder App verbunden, Informationen eingegeben oder eine Aktion bestätigt hast, gehe direkt zu Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren (auf Englisch). Wenn du noch klären möchtest, ob ein Kontakt echt ist, folge BitBox-Kontakt auf Echtheit prüfen (auf Englisch).


Gefälschte E-Mail zur Aktualisierung der Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung

Eine beobachtete Phishing-E-Mail behauptet, BitBox habe nach einem angeblichen Wechsel des Unternehmensnamens seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung aktualisiert. Sie fordert dich auf, die Dokumente bis zu einer Frist zu prüfen, und droht, ein angebliches «BitBox-Konto» vorübergehend einzuschränken, wenn du die Aktualisierung nicht bestätigst.

Die E-Mail verwendet kopiertes BitBox-Branding sowie echt wirkende Angaben zu Unternehmen, Produkten, Partnern, Datenschutz und Support. Sie enthält ausserdem beruhigende Hinweise zur Selbstverwahrung und behauptet, BitBox werde niemals nach einem Passwort oder nach Wiederherstellungswörtern fragen. Diese Details sollen die Nachricht glaubwürdig erscheinen lassen; sie bestätigen weder den Absender noch die darin enthaltenen Links.

Der tatsächliche Absender und das Ziel der Dokumentenprüfung verwenden eine inoffizielle, ähnlich aussehende Domain. Die E-Mail verweist auf eine Schaltfläche zur Prüfung der Dokumente und auf einen angeblichen Live-Chat.

Diese E-Mail zur Richtlinienaktualisierung ist gefälscht

Verwende weder die Schaltfläche zur Dokumentenprüfung noch den Live-Chat oder einen anderen Link aus der Nachricht. Antworte auch nicht an die angegebene Adresse. BitBox kann den Zugriff auf eine selbstverwaltete Wallet nicht einschränken, nur weil du eine E-Mail nicht bestätigt hast.

 

Eine echte BitBox-E-Mail-Adresse im Text einer Nachricht beweist nicht, dass die Nachricht selbst echt ist. Vergleiche die vollständige Absenderadresse und das vollständige Linkziel mit Offizielle BitBox-Websites, E-Mail-Adressen und Supportkanäle (auf Englisch).

Wenn du die E-Mail nur erhalten und nicht mit ihr interagiert hast, musst du mit deiner Wallet nichts unternehmen und den Support nicht kontaktieren. Möchtest du, dass BitBox sie trotzdem prüft oder dokumentiert, ist das optional: Öffne das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports selbst und erstelle eine vollständig neue Anfrage. Hast du einen Link, Live-Chat, Download oder ein Formular aus der E-Mail verwendet, folge Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren (auf Englisch).


Gefälschter Brief mit einem «Quantum Resistance»-Sicherheitsupdate

Ein beobachteter Phishing-Brief behauptet, BitBox-Nutzer müssten ein «Quantum Resistance»-Sicherheitsupdate durchführen. Er verwendet das BitBox-Branding, die Firmenadresse der Shift Crypto AG, den Namen und die Postadresse des Empfängers, eine Frist und einen QR-Code.

Der Brief droht mit eingeschränktem Zugriff auf die BitBoxApp, nicht verfügbarem Clear Signing oder künftig eingeschränkten Funktionen, wenn du den QR-Code nicht scannst und das Update nicht durchführst.

Dieser Brief ist gefälscht

Scanne seinen QR-Code nicht. Updates der BitBoxApp und der BitBox02-Firmware werden über die BitBoxApp bereitgestellt. Sie werden nicht über einen QR-Code in einem unaufgefordert zugesandten Brief aktiviert.

 

Dieser Brief wird breit gestreut und richtet sich nicht nur an BitBox-Kunden oder Personen, die Kryptowährungen nutzen. BitBox hat Anfragen von Menschen erhalten, die zuvor nichts von BitBox gehört hatten, keine BitBox-Produkte nutzten und keinen Bezug zu Kryptowährungen angegeben hatten.

Eine personalisierte Kopie bedeutet daher nicht, dass jemand eine BitBox besitzt, eine Krypto-Wallet hat oder aufgrund einer Kundenbeziehung gezielt kontaktiert wurde. Sie bedeutet auch nicht automatisch, dass eine BitBox, eine Wallet oder Wiederherstellungswörter kompromittiert wurden.

Wenn du den Brief nur erhalten und nicht mit ihm interagiert hast, musst du mit deiner Wallet nichts unternehmen und den Support nicht kontaktieren. Möchtest du, dass BitBox ihn trotzdem prüft oder dokumentiert, ist das optional: Öffne das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports selbst und erstelle eine vollständig neue Anfrage.


Gefälschte Sicherheits- oder Wallet-Warnungen

Diese Nachrichten behaupten zum Beispiel:

  • dein Guthaben sei in Gefahr;
  • deine Wallet oder dein «BitBox-Konto» sei kompromittiert;
  • deine Firmware sei unsicher;
  • der Zugriff werde gesperrt oder eingeschränkt; oder
  • eine dringende Verifizierung, Synchronisierung, Migration oder Sicherheitsprüfung sei erforderlich.

Dabei sollst du einem Link folgen, einen Anhang öffnen, einen QR-Code scannen, eine Telefonnummer anrufen, einen Chat nutzen oder dich an einen vermeintlichen Support-Mitarbeiter wenden. BitBox kann eine selbstverwaltete Wallet weder einfrieren noch entsperren und wird dich nicht über einen unaufgeforderten Kontakt zu einer dringenden Sicherheitsaktion für deine Wallet auffordern.


Gefälschte Zahlungs-, Transaktions- oder Börsenwarnungen

Eine betrügerische E-Mail kann so wirken, als stamme sie von einem Zahlungsdienstleister, Broker oder einer Börse. Sie kann einen Bestätigungscode für eine unbekannte Transaktion und eine Telefonnummer enthalten, die du anrufen sollst, wenn du die Transaktion nicht angefordert hast.

Die Person, die den Anruf entgegennimmt, kann behaupten, es habe einen Zugriff aus einem anderen Land gegeben, dein Gerätepasswort sei umgangen worden oder deine Wallet werde angegriffen. Die Telefonnummer gehört zum Betrug. Rufe sie nicht an. Öffne die offizielle Website des jeweiligen Anbieters unabhängig, wenn du das externe Konto prüfen musst.


Betrug mit einer Kontaktformular-Bestätigung

Der Betrüger kontaktiert dich zuerst per Telefon, E-Mail, SMS, Messenger oder über einen anderen Kanal und findet heraus, welche Wallet, welche Börse oder welchen Broker du nutzt.

Anschliessend reicht der Betrüger über das echte Kontaktformular des offiziellen Dienstes unter Verwendung deiner E-Mail-Adresse eine Anfrage ein. Du erhältst eine echte automatische Bestätigung von der offiziellen Domain. Der Betrüger verwendet diese echte Bestätigung, eine Ticketnummer, den Namen eines Mitarbeiters oder eine angebliche direkte Durchwahl, damit das ursprüngliche Gespräch legitim wirkt.

Eine echte automatische Bestätigung beweist nicht, dass ein separater Anruf oder eine Nachricht echt ist, wenn du die Anfrage nicht selbst erstellt hast. Antworte nicht auf die unerwartete Bestätigung und führe die Kommunikation nicht über die Ticketinformationen fort, die dir der Betrüger gegeben hat.

Wenn du möchtest, dass BitBox die Situation prüft, öffne das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports selbst und erstelle eine vollständig neue Anfrage. Schreibe dazu, dass du die frühere Anfrage nicht eingereicht hast. BitBox kann bestätigen, ob der Kontakt echt oder betrügerisch ist. Wenn du sonst nicht interagiert hast, ist dies optional; bei einer dringenden oder weiterhin unklaren Situation ist es jedoch der sicherere Weg.


Betrügerische Support-Anrufe und Nachrichten

Der Betrüger gibt sich am Telefon, per SMS, Telegram, WhatsApp, Discord, in sozialen Medien, in einem Forum oder per Direktnachricht als BitBox oder als ein anderer Anbieter aus. Er kann persönliche Angaben kennen und dich auffordern, das Gespräch geheim zu halten.

BitBox nimmt nicht zuerst über diese Kanäle Kontakt mit dir auf, um über die Sicherheit deiner Wallet zu sprechen. Beende den Kontakt und blockiere ihn. Installiere keine Software, gewähre keinen Fernzugriff, verbinde deine BitBox nicht, übertrage kein Guthaben und gib keine Informationen preis.


Gefälschte BitBox-Websites und Downloads

Eine gefälschte Website kann das BitBox-Branding kopieren, eine ähnlich aussehende Adresse verwenden oder eine schädliche Version der BitBoxApp anbieten. Sie kann dich auffordern, deine Wallet wiederherzustellen, zu synchronisieren, zu verifizieren, zu migrieren oder zu entsperren.

Bei einem beobachteten Ablauf forderte eine gefälschte «BitBox-Sicherheitsprüfung» das BitBox-Modell und die E-Mail-Adresse an, behauptete, die Wallet sei kompromittiert, und verlangte die 24 Wiederherstellungswörter, um ein Ersatz-Backup zu erzeugen.

Eine Website kann die Wiederherstellungswörter einer bestehenden Wallet nicht sicher prüfen, ersetzen oder neu erzeugen. Lade die BitBoxApp nur über die offizielle Downloadseite der BitBoxApp herunter.


Betrug über eine Börse oder einen Broker

Nachdem der Betrüger erfahren hat, wo ein Opfer Kryptowährungen gekauft hat, kann er sich als diese Börse oder diesen Broker ausgeben. Er weist das Opfer an, Vermögenswerte in Bitcoin umzuwandeln und sie im Rahmen einer «Sicherheitssperre» oder «Kontowiederherstellung» an eine Wallet zu senden.

Das ist besonders gefährlich, wenn der Betrüger die Wiederherstellungswörter der Wallet bereits erhalten hat. Diese Wörter können ihm ermöglichen, Wallets zu kontrollieren, die aus diesem Backup abgeleitet sind, und neu eingehendes Guthaben zu verschieben.


Verdächtige Anhänge und Fernzugriffsprogramme

Unerwartete Anhänge können angeblich Sicherheitsberichte, Kontoauszüge, Wallet-Tools, Update-Dateien oder Anweisungen zur Wiederherstellung enthalten. Ein Betrüger kann dich auch auffordern, eine Fernzugriffsanwendung zu installieren, damit er den Computer oder die Wallet angeblich «absichern» kann.

Öffne den Anhang nicht und installiere das Programm nicht. BitBox versendet keine unaufgeforderte Wallet-Software und bittet nicht um Fernzugriff, um Sicherheitsarbeiten an deiner Wallet durchzuführen.


Wie betrügerische E-Mails funktionieren

Mehr über das Nachahmen vertrauenswürdiger Absender, das Erzeugen von Zeitdruck, schädliche Downloads und Anfragen nach Wiederherstellungswörtern erfährst du im BitBox-Blogartikel «Online-Sicherheit: Betrügerische E-Mails verstehen und erkennen».


Wähle den richtigen nächsten Schritt

Wenn du ein neues oder verändertes Muster melden möchtest, ohne damit zu interagieren, ist dies optional. Öffne das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports selbst, erstelle eine neue Anfrage, schwärze persönliche Angaben, die für die Prüfung nicht relevant sind, irreversibel und mache QR-Codes vollständig unbrauchbar, bevor du Screenshots teilst – ausser der Support nennt dir eine bestimmte sichere Übermittlungsmethode.