Mit diesen dokumentierten Betrugsbeispielen im Zusammenhang mit BitBox kannst du eine verdächtige Nachricht, einen Anruf, Brief, eine Website oder einen Download vergleichen, ohne darauf einzugehen. Folge keinen Links, scanne keine QR-Codes, rufe keine angegebenen Nummern an und öffne keine Anhänge. Die Liste ist nicht vollständig: Wortlaut, Gestaltung, Dateinamen und Verbreitungswege können sich ändern. Auch ein Versuch, den du hier nicht wiederfindest, kann betrügerisch sein.
Du hast bereits reagiert? Öffne Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren und wähle den Abschnitt, der zu deiner Handlung passt. Hast du Wiederherstellungswörter eingegeben oder ein Wallet-Backup weitergegeben, folge sofort dem entsprechenden Abschnitt. Setze deine BitBox erst zurück, wenn du die dort genannten Voraussetzungen für das Backup und den Zugriff auf die Wallet erfüllt hast.
Schädliche Downloads und unbemerkter Fernzugriff
Eine unerwartete Nachricht oder Downloadseite kann ein Transkript, einen Sicherheitsbericht, Kontoauszug, ein Wallet-Update oder ein Programm zum Anzeigen von Dokumenten anbieten. Wenn du die bereitgestellte Datei ausführst, kann sie Fernzugriffssoftware installieren, ohne dass eine Support-Sitzung erkennbar ist. Ein Angreifer kann zuerst deinen Computer ins Visier nehmen und erst später nach Wiederherstellungswörtern oder einer Transaktionsbestätigung fragen.
Windows-Download mit ScreenConnect und DocuSign als Ablenkung
Das BitBox-Team hat einen Phishing-Download im Zusammenhang mit BitBox untersucht, bei dem eine Website ein ZIP-Archiv mit einem Windows-Batchskript bereitstellte. Eine solche Datei führt Befehle auf dem Computer aus. Beim Ausführen forderte das Skript Administratorrechte an. Nachdem diese erteilt worden waren, installierte es unbemerkt einen ScreenConnect-Client für Fernzugriff, der für eine Verbindung zum Server des Angreifers eingerichtet war.
Anschließend startete das Skript zur Ablenkung das echte, digital signierte Installationsprogramm für einen DocuSign-Druckertreiber und öffnete die offizielle DocuSign-Website. Die sichtbaren Vorgänge wirkten dadurch wie eine normale DocuSign-Installation. ScreenConnect und DocuSign sind legitime Produkte, die bei diesem Angriff missbraucht werden. Ein echtes signiertes Installationsprogramm oder eine anschließend geöffnete offizielle Website beweist nicht, dass der vorherige Download sicher war.
Fernzugriff kann einem Angreifer ermöglichen, deinen Bildschirm zu beobachten und den Computer zu steuern. Er kann Anweisungen manipulieren oder dich später unter Druck setzen, Transaktionen zu bestätigen oder Wiederherstellungswörter preiszugeben. Der Zugriff auf den Computer allein beweist nicht, dass er dein Wallet-Backup erhalten hat.
Führe keine Skripte oder Installationsprogramme aus einer unerwarteten Nachricht zu Dokumenten oder Wallet-Updates aus und erteile ihnen keine Administratorrechte. Hast du die Datei ausgeführt, folge dem Abschnitt zu Software und Fernzugriff in Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren, auch wenn du keine Fernzugriffssitzung gesehen und keine Wiederherstellungswörter eingegeben hast. Dateinamen, Programme und Ablenkungen können sich ändern; dieses Beispiel deckt nicht jeden schädlichen Download ab.
Gefälschte BitBox-Websites und BitBoxApp-Downloads
Eine gefälschte Website kann das BitBox-Design kopieren, eine ähnlich aussehende Adresse verwenden oder eine schädliche Version der BitBoxApp anbieten. Sie kann dich auffordern, deine Wallet wiederherzustellen, zu synchronisieren, zu verifizieren, zu migrieren oder zu entsperren.
Bei einem beobachteten Ablauf fragte ein gefälschter „BitBox-Sicherheitscheck“ nach dem BitBox-Modell und der E-Mail-Adresse, erklärte die Wallet für kompromittiert und verlangte die 24 Wiederherstellungswörter, um ein Ersatz-Backup zu erstellen. Eine Website kann Wiederherstellungswörter für eine bestehende Wallet nicht sicher prüfen, ersetzen oder neu erzeugen.
Gib auf einer solchen Seite keine Wiederherstellungswörter ein und lade dort keine Software herunter. Lade die BitBoxApp ausschließlich über die offizielle Downloadseite der BitBoxApp herunter.
Betrügerische Anrufe und angebliche Support-Hilfe
Betrüger geben sich per Anruf, SMS, Telegram, WhatsApp, Discord, in sozialen Medien, Foren oder Direktnachrichten als BitBox oder ein anderer Anbieter aus. Sie können persönliche Angaben kennen, einen Mitarbeiternamen oder eine Ticketnummer nennen und dich auffordern, das Gespräch geheim zu halten. Die folgenden Beispiele beschreiben unterschiedliche gemeldete oder beobachtete Muster. Daraus lässt sich nicht schließen, dass dieselben Personen oder dieselbe Kampagne dahinterstecken.
Ein Anrufer kann dich nicht zum BitBox-Support für Wallet-Sicherheit weiterverbinden
BitBox bietet keinen Support zur Wallet-Sicherheit per Telefon, Rückruf, Live-Sitzung oder Fernzugriff an und kontaktiert dich nicht von sich aus über diese Wege, um deine Wallet-Sicherheit zu besprechen. Beende das Gespräch und blockiere den Absender oder Anrufer. Installiere auf Aufforderung des Anrufers keine Software, erlaube keinen Fernzugriff, verbinde deine BitBox nicht, versende kein Guthaben und gib keine vertraulichen Daten preis.
Gemeldete Anrufe im Namen einer Börse mit Weiterleitung an falschen BitBox Support
Berichte beschreiben Anrufer, die sich als Vertreter einer Kryptobörse oder eines Brokers ausgeben. Sie behaupten, es gebe ein Datenleck oder ein Problem mit einer Anmeldung, Auszahlung oder Transaktion. Anschließend verbinden sie den Empfänger mit einer Person, die sich als BitBox Support ausgibt, oder stellen diesen Kontakt her. Die Abläufe unterscheiden sich. Die Betrüger geben sich als Börse oder Broker aus; eine Beteiligung dieser Anbieter ist damit nicht belegt.
Der angebliche Support-Mitarbeiter kann dich zu einem gefälschten „Sicherheits-“, „Backup-“, „Entropie-“ oder „API“-Check zwischen Börse und Wallet im BitBox-Design führen. Dabei kann er einen Code, Kontodaten, einen Download, Fernzugriff, eine Verbindung mit deiner BitBox, Wiederherstellungswörter oder eine Wallet-Aktion verlangen. Beende den Anruf auch dann, wenn die Person persönliche Angaben kennt oder eine echt wirkende Support-Bestätigung vorlegt.
Gefälschte Zahlungs-, Transaktions- oder Börsenmeldungen
Eine betrügerische E-Mail kann einen Zahlungsanbieter, Broker oder eine Börse nachahmen. Sie kann einen Bestätigungscode für eine unbekannte Transaktion und eine Telefonnummer enthalten, die du anrufen sollst, wenn du die Transaktion nicht veranlasst hast. Die Person am Telefon kann behaupten, es habe einen Zugriff aus einem anderen Land gegeben, dein Gerätepasswort sei umgangen worden oder deine Wallet werde angegriffen.
Rufe die angegebene Nummer nicht an. Öffne selbst die offizielle Website des Anbieters, wenn du dein dortiges Konto prüfen möchtest.
Echte Support-Bestätigungen als Teil eines Betrugs
Ein Betrüger kann dich zunächst kontaktieren und herausfinden, welche Wallet, Börse oder welchen Broker du nutzt. Danach sendet er mit deiner E-Mail-Adresse ein echtes Support-Formular ab, sodass du eine echte automatische Bestätigung erhältst. Mit dieser Bestätigung, einer Ticketnummer, einem Mitarbeiternamen oder einer angeblichen Durchwahl versucht er, das separate Gespräch glaubwürdig erscheinen zu lassen.
Eine echte Bestätigung belegt nicht die Echtheit eines Anrufers oder einer Nachricht, wenn du die Anfrage nicht selbst erstellt hast. Setze das Gespräch nicht über die von der anderen Person genannten Fallreferenzen fort und antworte nicht auf die unerwartete Bestätigung. Möchtest du BitBox um eine Prüfung bitten, öffne unabhängig davon das offizielle BitBox-Support-Kontaktformular, erstelle eine vollständig neue Anfrage und teile mit, dass du die frühere Anfrage nicht gestellt hast.
Überweisungen unter dem Vorwand einer „Sicherheitssperre“ oder „Kontowiederherstellung“
Nachdem ein Betrüger erfahren hat, wo eine Person Kryptowährungen gekauft hat, kann er sich als diese Börse oder dieser Broker ausgeben. Er fordert die Person auf, ihre Vermögenswerte in Bitcoin umzuwandeln und im Rahmen einer angeblichen „Sicherheitssperre“ oder „Kontowiederherstellung“ an eine Wallet zu senden. Die Ziel-Wallet bezeichnet er möglicherweise als „sicher“ oder „geschützt“.
Sende kein Guthaben an eine vom Anrufer vorgegebene Adresse. Hat der Angreifer bereits die Wiederherstellungswörter der empfangenden Wallet, kann er möglicherweise auch neu eingehendes Guthaben stehlen. Um Guthaben nach einem offengelegten Backup zu übertragen, brauchst du eine selbst neu erstellte Wallet und musst die Voraussetzungen in der Anleitung zur Reaktion auf Phishing erfüllen. Verwende keine Zieladresse, die eine Person auswählt, die dich kontaktiert hat.
Gefälschte Mitteilungen zu Sicherheit, Nutzungsbedingungen und Datenschutz
Angeblich dringende Sicherheitsprüfungen oder drohende Zugriffsbeschränkungen
Betrügerische Mitteilungen behaupten, dein Guthaben sei in Gefahr, deine Wallet oder dein „BitBox-Konto“ sei kompromittiert, deine Firmware sei unsicher oder dein Zugriff werde gesperrt. Sie können eine dringende Verifizierung, Synchronisierung, Migration oder Sicherheitsprüfung über einen mitgelieferten Link, Anhang, QR-Code, Anruf oder Chat verlangen.
BitBox kann deine selbstverwahrte Wallet weder einfrieren noch entsperren. Brich ab, wenn eine unaufgeforderte Mitteilung verlangt, dass du vertrauliche Wallet-Daten preisgibst, mitgelieferte Wallet- oder Fernzugriffssoftware installierst, deine BitBox für einen Sicherheitscheck mit einer Website verbindest, eine unerwartete Aktion bestätigst oder Guthaben an eine vorgegebene Adresse sendest. Prüfe eine Behauptung zu Updates oder Sicherheit über einen offiziellen Kanal, den du selbst öffnest.
Gefälschte E-Mail zur Aktualisierung der Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung
Eine beobachtete E-Mail behauptet, BitBox habe nach einer angeblichen Änderung des Firmennamens seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung aktualisiert. Du sollst die Dokumente bis zu einer Frist prüfen; andernfalls drohten vorübergehende Einschränkungen eines „BitBox-Kontos“.
Die E-Mail kopiert das BitBox-Design und echt wirkende Angaben zu Unternehmen, Produkten, Partnern, Datenschutz und Support. Sie beruhigt die Leser mit Aussagen zur Selbstverwahrung und betont, dass BitBox niemals nach einem Passwort oder Wiederherstellungswörtern fragt. Absender und Ziel der Dokumentenprüfung verwenden dennoch eine inoffizielle, täuschend ähnliche Domain. Die Nachricht bietet eine Schaltfläche zur Dokumentenprüfung und einen angeblichen Live-Chat an.
Nutze weder die Schaltfläche zur Dokumentenprüfung noch den Chat, die Antwortadresse oder andere Links in dieser E-Mail. Beruhigende Aussagen und eine im Nachrichtentext genannte echte BitBox-Adresse belegen nicht die Echtheit der Nachricht. BitBox kann den Zugriff auf deine selbstverwahrte Wallet nicht einschränken, weil du eine E-Mail nicht bestätigt hast.
Gefälschter Brief mit einem „Quantum Resistance“-Sicherheitsupdate
Ein beobachteter Brief behauptet, BitBox-Nutzer müssten ein „Quantum Resistance security update“ durchführen. Er enthält das BitBox-Design, die Firmenadresse der Shift Crypto AG, Namen und Postanschrift des Empfängers, eine Frist und einen QR-Code. Wer das Update nicht durchführe, müsse mit eingeschränktem BitBoxApp-Zugriff, nicht verfügbarem Clear Signing oder künftig eingeschränkten Funktionen rechnen.
Scanne den QR-Code nicht und folge nicht den Update-Anweisungen des Briefs. Firmware-Updates für die BitBox02 werden über die BitBoxApp bereitgestellt. Sie werden nicht durch einen QR-Code in einem unaufgeforderten Brief aktiviert.
Der Brief hat auch Menschen erreicht, die nach eigenen Angaben noch nie von BitBox gehört hatten, keine BitBox-Produkte nutzten und keinen Bezug zu Kryptowährungen hatten. Eine personalisierte Ausfertigung beweist nicht, dass du BitBox-Kunde bist, Kryptowährungen besitzt oder wegen einer Kundenbeziehung ausgewählt wurdest. Der Erhalt allein beweist auch nicht, dass deine Wallet oder deine Wiederherstellungswörter kompromittiert wurden.
Brevo-Phishing-E-Mails vom September 2026
Am 10. September 2026 nutzten Angreifer eine Sicherheitslücke bei Brevo, dem externen Newsletter-Anbieter von BitBox. Sie griffen auf das BitBox-Konto bei Brevo zu, versendeten zwei Phishing-Kampagnen und luden die vollständige dort gespeicherte Kontaktliste herunter. Die E-Mails behaupteten fälschlicherweise eine „Microcontroller Entropy“-Sicherheitslücke und führten zu einer Website, die Wiederherstellungswörter verlangte.
Die exportierten Kontaktdaten enthielten ausschließlich die E-Mail-Adressen von Abonnenten, keine Namen, Postanschriften, Zahlungs- oder Bestelldaten. Der Vorfall kompromittierte weder die internen Systeme von BitBox noch die BitBoxApp oder BitBox-Hardware-Wallets. Den vollständigen Umfang und die Reaktion beschreibt die offizielle Erklärung zum Brevo-Vorfall.
Da die Phishing-E-Mails über die legitime Infrastruktur von Brevo versendet wurden, konnten sie die üblichen Prüfungen zur E-Mail-Authentifizierung bestehen. Diese Prüfungen belegten nicht, dass BitBox die Nachrichten autorisiert hatte. Der Erhalt einer E-Mail allein erfordert weder ein Zurücksetzen der Wallet noch eine Übertragung von Guthaben.
Der dokumentierte Export enthielt nur E-Mail-Adressen. Er belegt nicht, woher ein späterer Anrufer eine Telefonnummer, Postanschrift oder andere persönliche Angaben hatte. Ordne einen anderen Betrugsversuch dem Brevo-Vorfall nur zu, wenn dafür konkrete Belege im jeweiligen Fall vorliegen.
Kontakt prüfen, richtig reagieren oder einen Versuch melden
- Du hast noch nicht reagiert: Nutze keine Links, Anhänge, QR-Codes, Telefonnummern oder Antwortadressen aus dem verdächtigen Kontakt. Der Erhalt allein erfordert weder das Zurücksetzen der Wallet noch das Versenden von Guthaben oder eine Support-Anfrage. Möchtest du den Kontakt prüfen, folge BitBox-Kontakt auf Echtheit prüfen. Dort findest du auch die Übersicht der offiziellen Adressen.
- Du hast einen Link angeklickt, einen QR-Code gescannt, eine Datei heruntergeladen oder geöffnet, Software installiert, Fernzugriff erlaubt, deine BitBox verbunden, Daten eingegeben oder eine Aktion bestätigt: Folge Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren. Beginne mit der Handlung mit den schwerwiegendsten Folgen und beachte alle weiteren zutreffenden Hinweise zu Konten oder Geräten. Dort erfährst du, wann Support-Hilfe nötig und wann eine Meldung freiwillig ist.
- Du hast Wiederherstellungswörter oder ein Wallet-Backup weitergegeben: Folge sofort dem dringenden Abschnitt zu Wiederherstellungswörtern in der Anleitung zur Reaktion auf Phishing. Setze deine BitBox erst zurück, wenn die dort genannten Voraussetzungen für das Backup und den Zugriff erfüllt sind. Sende kein Guthaben an eine Adresse, die der verdächtige Kontakt vorgibt.
Um einen Versuch zu melden oder BitBox um eine Prüfung zu bitten, öffne unabhängig vom verdächtigen Kontakt das offizielle BitBox-Support-Kontaktformular und erstelle eine neue Anfrage. Hast du verdächtige Software ausgeführt oder Fernzugriff erlaubt, verwende ein anderes, vertrauenswürdiges Gerät. Wenn du den Kontakt nur erhalten hast, ist eine Meldung freiwillig. Hast du bereits reagiert, folge zuerst den Schutzmaßnahmen, die zu deiner Handlung passen.
Nenne den Absender, das Datum, den Kontaktweg, die Website-Adresse, gegebenenfalls den Dateinamen und beschreibe kurz, was du getan hast. Entferne nicht benötigte persönliche Angaben aus Screenshots und mache QR-Codes unlesbar. Sende niemals Wiederherstellungswörter, Wallet-Backups, private Schlüssel, Passwörter, Passphrasen, PINs, Authentifizierungscodes, verdächtige Anhänge oder Software.