Mit Tor kannst du verhindern, dass die Server, die die Desktop-Version der BitBoxApp über den Tor-Proxy erreicht, deine normale öffentliche IP-Adresse sehen. Das funktioniert sowohl mit den Standardservern als auch mit deiner eigenen Bitcoin-Node. Eine eigene Node ist dafür nicht erforderlich.
Tor muss dafür separat auf demselben Computer laufen. Diese Anleitung gilt für Windows, macOS und Linux. Die Einstellung macht nicht alle Verbindungen der BitBoxApp anonym: Lightning verwendet weiterhin deine normale Internetverbindung.
Tor auf deinem Computer vorbereiten
Verwende die aktuelle Version der BitBoxApp. Falls du Tor noch nicht eingerichtet hast, lade den Tor Browser von der Website des Tor-Projekts herunter. Öffne ihn und stelle eine Verbindung zum Tor-Netzwerk her, bevor du fortfährst. Nutzt du bereits einen Tor-Hintergrunddienst, prüfe stattdessen, ob dieser läuft und verbunden ist.
Die BitBoxApp verbindet sich über einen lokalen SOCKS-Proxy mit Tor. Dieser Proxy ist der Zugangspunkt, über den die App Verbindungen durch das Tor-Netzwerk leitet. Welche Adresse du eingibst, hängt davon ab, wie Tor auf deinem Computer läuft:
| Deine Tor-Einrichtung | Übliche Proxy-Adresse | Was weiterlaufen muss |
|---|---|---|
| Tor Browser | 127.0.0.1:9150 |
Lass den Tor Browser geöffnet und verbunden. |
| Tor-Hintergrunddienst | 127.0.0.1:9050 |
Der Tor-Dienst muss weiterlaufen. |
127.0.0.1 bezeichnet deinen eigenen Computer; die Zahl nach dem Doppelpunkt ist der Port. Wenn deine Tor-Einrichtung einen anderen SOCKS-Port verwendet, gib die dafür konfigurierte Adresse ein. In dieses Feld gehört die lokale Proxy-Adresse, nicht die Onion-Adresse deiner Bitcoin-Node.
Tor in der BitBoxApp aktivieren
Sobald Tor verbunden ist, kannst du den Proxy in der BitBoxApp einrichten. Die Screenshots zeigen die Bedienelemente der Desktop-Version und eine Adresse für den Tor Browser. Verwende die Adresse, die zu deiner Einrichtung passt.
- Wähle in der Seitenleiste der BitBoxApp Einstellungen und öffne Erweiterte Einstellungen. Wähle den Eintrag Tor Proxy aktivieren, um das Fenster Proxy Adresse eingeben zu öffnen.

- Schalte im Fenster Tor Proxy aktivieren ein. Gib in das Feld darunter die vollständige Adresse aus der Tabelle ein, einschließlich Doppelpunkt und Port. Füge weder
http://nochsocks5://hinzu.

- Wähle Proxy Adresse eingeben, um eine geänderte Adresse zu speichern. Ist bereits die richtige Adresse gespeichert, ist die Schaltfläche nicht verfügbar und du brauchst sie nicht auszuwählen. Wenn du den Proxy einschaltest oder eine Adresse speicherst, erscheint ein Hinweis, die BitBoxApp neu zu starten.
- Schließe das Fenster, beende die BitBoxApp vollständig und öffne sie erneut. Unter macOS kannst du dafür Befehlstaste-Q drücken. Nur das App-Fenster zu schließen, reicht nicht aus.
- Öffne erneut Einstellungen → Erweiterte Einstellungen und prüfe, ob bei Tor Proxy aktivieren der Status Aktiviert steht. Öffne dein Bitcoin-Konto und warte, bis die Synchronisierung ohne Verbindungsfehler abgeschlossen ist.
Der Status Aktiviert und die erfolgreiche Synchronisierung bestätigen, dass die Einstellung übernommen wurde und sich dein Konto verbinden kann. Das Speichern einer Adresse allein prüft die Verbindung nicht. Auch eine erfolgreiche Synchronisierung belegt nicht, dass jeder Dienst der App Tor verwendet. Lass Tor laufen, solange du den Proxy nutzt.
Was sich für deine Privatsphäre ändert
Bei Verbindungen über Tor sieht der Zieldienst deine normale öffentliche IP-Adresse nicht. Die Anfragen, die er für seinen Dienst benötigt, erhält er weiterhin. Tor ändert den Verbindungsweg, aber nicht den Bitcoin-Server, den die BitBoxApp verwendet.
Möchtest du zusätzlich deine eigene Bitcoin-Infrastruktur nutzen, folge der Anleitung zum Verbinden der BitBoxApp mit deiner eigenen Bitcoin-Node. Dort erfährst du auch, wie du den Endpunkt deiner Node hinzufügst, einschließlich eines Onion-Endpunkts. Einen Überblick über die weiteren Datenschutzaspekte findest du im Artikel Welche Daten gibt die BitBoxApp weiter?
Wenn die BitBoxApp keine Verbindung herstellen kann
Wenn eine Fehlermeldung deine lokale Proxy-Adresse nennt und connection refused enthält, konnte sich die BitBoxApp nicht mit dem Proxy unter dieser Adresse verbinden. Prüfe die folgenden Punkte, bevor du andere Einstellungen änderst:
- Tor ist verbunden. Wenn du den Tor Browser verwendest, lass ihn geöffnet und mit dem Tor-Netzwerk verbunden. Bei einem Hintergrunddienst prüfe, ob dieser läuft und eine Verbindung hergestellt hat.
- Die Adresse stimmt mit dem laufenden Proxy überein. Öffne Einstellungen → Erweiterte Einstellungen → Tor Proxy aktivieren und vergleiche die Adresse im Fenster mit deiner Tor-Einrichtung. Wenn du sie änderst, wähle Proxy Adresse eingeben. Beende anschließend die BitBoxApp vollständig und öffne sie erneut.
- Lokale Verbindungen sind erlaubt. Wenn Tor verbunden ist und die Adresse stimmt, prüfe die Protokolle und Regeln deiner Firewall oder Sicherheitssoftware auf blockierte Verbindungen zwischen der BitBoxApp und dem lokalen Proxy. Lass diese Schutzfunktionen eingeschaltet. Bitte bei einer konkret blockierten Verbindung den Softwareanbieter oder deine Administration um Hilfe.
Bleibt der Fehler bestehen, kontaktiere den BitBox Support. Nenne dein Betriebssystem, die BitBoxApp-Version, ob du den Tor Browser oder einen Hintergrunddienst nutzt, und den genauen Fehlertext. Sende keine Wiederherstellungswörter, Passwörter, Passphrasen oder Wallet-Backup-Dateien.
Wenn du Tor nicht mehr verwenden möchtest
Wenn du den Proxy ausschaltest, schützt Tor deine IP-Adresse bei den Verbindungen nicht mehr, die sonst darüber laufen würden. Eine Bitcoin-Node, die nur über eine Onion-Adresse erreichbar ist, kannst du dann ebenfalls nicht mehr erreichen. Wähle bei Bedarf zuerst anhand der Anleitung zur Node-Verbindung einen anderen unterstützten Verbindungsweg.
Um den Proxy auszuschalten, öffne Einstellungen → Erweiterte Einstellungen → Tor Proxy aktivieren und schalte Tor Proxy aktivieren aus. Schließe das Fenster, beende die BitBoxApp vollständig und öffne sie erneut. Die Einstellung sollte jetzt Deaktiviert anzeigen.