Mit einem Block-Explorer kannst du öffentliche Blockchain-Daten nachschlagen: Wurde eine Zahlung bereits in einen Block aufgenommen? Welche Adresse hat welchen Betrag erhalten, und wie hoch war die Netzwerkgebühr? Das hilft dir, wenn du auf eine Zahlung wartest oder eine Transaktion aus der BitBoxApp besser verstehen möchtest.
Entscheidend ist zunächst, welches Netzwerk für die Zahlung verwendet wurde. Unsere Bitcoin-Anleitung verwendet Mempool auf mempool.space, die Ethereum-Anleitung Etherscan auf etherscan.io. Beide erklären, wie du Transaktionen findest und die angezeigten Daten einordnest.
Nach einer Transaktion oder einer Adresse suchen?
Was du in die Suche eingibst, hängt von deiner Frage ab. Eine Adresse und eine Transaktions-ID sind unterschiedliche öffentliche Kennungen. Mit keiner von beiden lassen sich Guthaben ausgeben.
| Suchbegriff | Was du damit herausfindest |
|---|---|
| Transaktions-ID, auch Transaktionshash genannt | Sie bezeichnet eine bestimmte Transaktion. Damit prüfst du den Status einer Zahlung, die Empfängeradresse, den Betrag und die Netzwerkgebühr. |
| Öffentliche Adresse | Sie führt zu den Aktivitäten und Guthaben dieser Adresse im ausgewählten Netzwerk. Damit kannst du eine Zahlung im Verlauf suchen oder nachsehen, welches Guthaben noch vorhanden ist. |
Kennst du die Empfängeradresse, aber nicht die Transaktions-ID, suche zuerst nach der Adresse. Öffne die erwartete Zahlung in ihrem Verlauf, um anschließend den Status und die Details dieser Transaktion zu prüfen. Ein früherer Zahlungseingang ist dabei nicht mit dem aktuellen Guthaben gleichzusetzen: Das Guthaben kann inzwischen ausgegeben worden sein.
Die passende Anleitung für dein Netzwerk
- Bitcoin-Transaktionen mit Mempool prüfen: Zahlungen nachschlagen, Bestätigungen verstehen, Inputs und Outputs verfolgen, mögliches Wechselgeld erkennen sowie Gebühren und Blockprognosen einordnen.
- Ethereum-Transaktionen mit Etherscan prüfen: ETH- und ERC-20-Transfers im Ethereum Mainnet nachschlagen, Token-Empfänger von einer Contract-Adresse unterscheiden sowie Status und Gasgebühren verstehen.
Der Name des Vermögenswerts allein reicht nicht aus, um das Netzwerk zu bestimmen. Einen Token wie USDC gibt es in mehreren Netzwerken. Auch eine Ethereum-artige Adresse mit 0x am Anfang verrät nicht, welches Netzwerk verwendet wurde. Sieh dafür in der sendenden Wallet oder in den Auszahlungsdetails der Börse nach. Eine Übertragung, die ausschließlich in einem anderen Netzwerk stattgefunden hat, erscheint nicht im Transaktionsverlauf des Ethereum Mainnets.
Eine Adresse ohne Guthaben im Ethereum Mainnet kann in einem anderen Netzwerk dennoch Guthaben haben. Etherscan bietet zusätzlich Multichain-Informationen für unterstützte Netzwerke an. Diese Übersicht belegt jedoch nicht, dass sämtliche Vermögenswerte und Netzwerke erfasst sind. Prüfe eine konkrete Zahlung im Explorer des Netzwerks, über das sie gesendet wurde.
Was du für die Suche brauchst
Für eine bestimmte Zahlung ist ihre vollständige Transaktions-ID der beste Ausgangspunkt. Kopiere sie aus der sendenden Wallet, dem Auszahlungsbeleg der Börse oder den Transaktionsdetails in der BitBoxApp. Eine interne Bestell- oder Auszahlungsnummer einer Börse kann etwas anderes sein als die Transaktions-ID auf der Blockchain.
Öffne in der BitBoxApp das betreffende Konto und die Details der Transaktion. Wo du die Kennung und weitere Angaben findest, erklärt Transaktionsdetails in der BitBoxApp anzeigen. Sendet ein anderer Dienst die Zahlung und hat noch keine Transaktions-ID bereitgestellt, frage dort nach dem verwendeten Netzwerk und danach, ob die Transaktion bereits an das Netzwerk übertragen wurde.
Für eine Adresssuche verwendest du die vollständige öffentliche Empfängeradresse aus deiner Wallet oder den ursprünglichen Zahlungsanweisungen. Eine einzelne Bitcoin-Adresse umfasst nicht alle Empfangs- und Wechselgeldadressen einer Wallet. In Ethereum-kompatiblen Netzwerken kann dieselbe Wallet-Adresse je nach Netzwerk unterschiedliche Guthaben und Aktivitäten aufweisen.
Was ein Explorer zeigt – und was sich daraus nicht ableiten lässt
Explorer bereiten Blockchain-Daten lesbar auf. Zusätzlich können sie noch unbestätigte Transaktionen anzeigen, die sie bereits empfangen haben, Gebühren schätzen oder bekannte Dienste mit Namen kennzeichnen. Solche Ergänzungen geben die Sicht oder Einschätzung des Explorers wieder und sind keine Zusagen des Netzwerks.
Eine verzeichnete Transaktion allein belegt weder, dass eine Börse dein Konto gutgeschrieben hat, noch dass ein Token echt ist oder eine Adresse der Person gehört, die du bezahlen wolltest. Prüfe deshalb Netzwerk, Vermögenswert, Empfängeradresse, Betrag und Transaktionsergebnis zusammen. Bestätigungsprognosen können sich ändern; ein fehlender Treffer bei einem Explorer beweist nicht, dass eine Zahlung storniert wurde.
Ein Explorer kann keine Wallet-Geheimnisse wiederherstellen und keine bestätigte Zahlung rückgängig machen. Für die hier beschriebenen Abfragen brauchst du weder eine Wallet-Verbindung noch eine Bestätigung am Gerät, eine Signatur oder eine Zahlung.
Deine Privatsphäre bei der Suche schützen
Ein öffentlicher Explorer erhält die Adresse oder Transaktion, nach der du suchst, und möglicherweise Netzwerkdaten wie deine IP-Adresse. Auch ein geteilter Explorer-Link kann Beträge, verbundene Adressen und weitere finanzielle Aktivitäten offenlegen. Teile ihn nur mit Personen oder Diensten, die diese Informationen benötigen.
Gib niemals Wallet-Geheimnisse in einen Explorer ein
Verwende für diese Abfragen ausschließlich öffentliche Adressen oder Transaktionskennungen. Gib niemals Wiederherstellungswörter, private Schlüssel, Wallet-Passwörter, Passphrasen oder Wallet-Backups ein. Verlangt eine Seite zum Anzeigen einer Transaktion eine Wallet-Verbindung oder Signatur, brich den Vorgang ab und öffne die offizielle Website des Explorers.