Fordert dich eine unerwartete E-Mail, ein Brief, ein Anruf, eine Nachricht, eine Website, ein Download oder eine automatische Bestätigung des BitBox Supports zu einer Handlung auf, halte inne. Prüfe den Kontakt nur über einen offiziellen Kanal, den du selbst geöffnet hast. Verwende dafür weder Links, QR-Codes, Telefonnummern, Downloads, Antwortadressen noch Supportangaben aus dem verdächtigen Kontakt.
Fragen nach vertraulichen Wallet-Daten sind immer Betrug
Verlangt jemand deine Wiederherstellungswörter, dein Wallet-Backup, private Schlüssel, ein Passwort, eine Passphrase, eine PIN oder einen Authentifizierungscode, brich den Kontakt ab. Eine solche Aufforderung ist immer betrügerisch – unabhängig vom angezeigten Absender, vom BitBox-Logo oder von der behaupteten Dringlichkeit.
Hast du bereits einen Link angeklickt, einen QR-Code gescannt, etwas heruntergeladen oder installiert, deine BitBox verbunden, eine Aktion bestätigt oder Informationen eingegeben, folge Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren.
Welche Aufforderungen sind immer betrügerisch?
Behandle den Kontakt als Betrug, wenn du darin aufgefordert wirst:
- Wiederherstellungswörter oder ein Wallet-Backup preiszugeben oder einzugeben;
- Guthaben auf eine angeblich „sichere“, „geschützte“ oder „verifizierte“ Wallet zu übertragen;
- Fernzugriffssoftware oder eine unaufgefordert angebotene Version der BitBoxApp zu installieren;
- deine BitBox mit einer Website zu verbinden, um sie angeblich zu prüfen, zu synchronisieren, wiederherzustellen, zu migrieren oder abzusichern;
- eine Transaktion oder Wallet-Aktion zu bestätigen, die du nicht selbst gestartet hast; oder
- ein dringendes BitBoxApp- oder Firmware-Update über einen QR-Code, Anhang oder separaten Download des Absenders durchzuführen.
Auch die Behauptung, dein „BitBox-Konto“ sei kompromittiert, ist irreführend. BitBox verwahrt deine Guthaben nicht. BitBox kann deine selbstverwaltete Wallet weder sperren noch entsperren, Guthaben verschieben oder sie wiederherstellen. Der BitBox Support kann deine Wallet nicht sehen oder steuern und wird dich nicht zu einer dringenden Sicherheitsaktion für deine Wallet auffordern.
Den Kontakt je nach Kanal prüfen
Prüfe die vollständige Absenderadresse, nicht nur den angezeigten Namen. Antworte nicht und öffne keinen Link aus der E-Mail, um ihre Echtheit zu prüfen.
Vergleiche die vollständige Adresse mit der Übersicht Offizielle BitBox-Websites, E-Mail-Adressen und Supportkanäle. Eine bekannte Adresse allein reicht nicht aus, wenn die Nachricht unerwartet kommt, dich unter Druck setzt oder eine Handlung für deine Wallet verlangt.
E-Mail-Prüfungen wie SPF, DKIM oder DMARC bestätigen die verwendete Versandinfrastruktur. Sie beweisen nicht, dass BitBox eine bestimmte Nachricht autorisiert hat. Beim Brevo-Vorfall im September 2026 konnten betrügerische Nachrichten über die legitime Brevo-Infrastruktur die üblichen Prüfungen bestehen.
Wenn BitBox die E-Mail prüfen soll, öffne das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports selbst und erstelle eine vollständig neue Anfrage. Antworte nicht auf die verdächtige E-Mail und verwende keine ihrer Links.
Brief oder gedruckte Mitteilung
Professioneller Druck, BitBox-Logo, eine Schweizer Firmenadresse sowie dein korrekter Name und deine Postadresse beweisen nicht, dass ein Brief echt ist.
BitBoxApp- und BitBox02-Firmware-Updates werden über die BitBoxApp bereitgestellt. Scanne deshalb keinen QR-Code aus einem unaufgeforderten Brief, der ein separates Sicherheits- oder Firmware-Update verlangt. Öffne den Support Hub selbst und nutze die offizielle Anleitung Wie du die BitBox02-Firmware aktualisierst.
Der beobachtete gefälschte Brief zum Thema „Quantum Resistance“ wurde breit verteilt. BitBox erhielt Anfragen von Personen, die noch nie von BitBox gehört, kein BitBox-Produkt genutzt und keinen Bezug zu Kryptowährungen angegeben hatten. Der Erhalt dieses Briefs bedeutet daher weder, dass du BitBox-Kunde bist, noch dass du wegen einer Wallet persönlich ausgewählt wurdest.
Anruf, SMS, Messenger oder Direktnachricht
BitBox bietet Support zur Wallet-Sicherheit nicht per Anruf, Rückruf, SMS, Telegram, WhatsApp oder Discord und auch nicht über soziale Medien, Direktnachrichten, Live-Sitzungen oder Fernzugriff an. Beende den Kontakt und blockiere die Nummer oder das Konto. Setze das Gespräch auch dann nicht fort, wenn die Person deinen Namen, deine Wallet-Marke, deine E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Börse oder Einzelheiten zu einem angeblichen Support-Ticket kennt.
Eine Person am Telefon kann vorgeben, für eine Börse oder einen Broker zu arbeiten, und dich anschliessend mit einem angeblichen BitBox-Mitarbeiter verbinden. BitBox bietet keinen solchen telefonischen Sicherheitsprozess an. Öffne die offizielle Website des externen Anbieters selbst, um dein dortiges Konto zu prüfen. Soll BitBox eine Aussage zu deiner Wallet prüfen, erstelle über das offizielle Kontaktformular eine neue Anfrage.
Website oder Download
Eine gefälschte Website kann das BitBox-Design nachahmen und eine ähnlich aussehende Webadresse verwenden. Prüfe die vollständige Webadresse und vergleiche sie mit der Übersicht Offizielle BitBox-Websites, E-Mail-Adressen und Supportkanäle.
Lade die BitBoxApp nur über die offizielle Download-Seite der BitBoxApp herunter. Für eine zusätzliche Prüfung kannst du die englischsprachigen Anleitungen zur Signaturprüfung der BitBoxApp (auf Englisch) oder zur Prüfung der BitBoxApp-Prüfsumme (auf Englisch) verwenden.
Unerwartete Support-Bestätigung
Ein Betrüger kann über das echte Kontaktformular eine Anfrage mit deiner E-Mail-Adresse einreichen. Danach erhältst du möglicherweise eine echte automatische Bestätigung des offiziellen Systems, obwohl du die Anfrage nicht selbst erstellt hast.
Wenn du die Anfrage nicht selbst gestellt hast, bestätigt die echte automatische Antwort nicht, dass der separate Anruf, die Nachricht oder das Gespräch legitim ist. Antworte nicht auf die unerwartete Bestätigung, verwende ihre Fallnummer nicht und setze den Kontakt mit der Person nicht fort.
Wenn BitBox die Situation prüfen soll, öffne das offizielle Kontaktformular des BitBox Supports manuell und erstelle eine vollständig neue Anfrage. Schreibe, dass du die frühere Anfrage nicht gestellt hast, und bitte BitBox, den Kontakt zu prüfen. BitBox kann dann bestätigen, ob die Kommunikation echt oder betrügerisch ist.
Wenn du mit dem verdächtigen Kontakt nicht interagiert hast, ist diese Prüfung freiwillig. Klingt die Nachricht dringend oder bist du weiterhin unsicher, ist eine neue offizielle Anfrage sicherer als unter Druck zu handeln.
Weitere Warnzeichen
Achte auf mehrere der folgenden Anzeichen:
- unerwarteter Kontakt, Zeitdruck, Drohungen oder eine Frist;
- die Behauptung, dass bereits Guthaben gestohlen würden oder dein Zugriff eingeschränkt werde;
- eine Telefonnummer, die du anrufen sollst, um eine unerwartete Transaktion zu stoppen;
- Behauptungen über Anmeldungen aus dem Ausland, umgangene Gerätepasswörter, gesperrte Wallets oder eine dringende Kontosperre;
- eine angebliche Support-Weiterleitung mit Ticketcode, Namen eines Mitarbeiters oder direkter Durchwahl, die du nicht angefordert hast;
- die Bitte um Geheimnisse, Screenshots, Fernzugriff, Downloads oder Überweisungen aus deiner Wallet;
- die Aufforderung, eine Wallet auf einer Website zu „verifizieren“, zu „synchronisieren“, zu „sichern“, „wiederherzustellen“, „migrieren“ oder zu „prüfen“; oder
- Links, Anhänge oder QR-Codes aus einem unerwarteten Kontakt.
Rechtschreibung, Grammatik, Markenauftritt und persönliche Angaben können zusätzliche Hinweise liefern. Keines dieser Merkmale beweist jedoch, dass die Kommunikation echt ist.
Warum du kontaktiert worden sein könntest
Phishing-Kampagnen werden oft breit verteilt und nicht nur an bekannte BitBox-Nutzer gesendet. Unter den Empfängern können Personen sein, die kein BitBox-Produkt und keine Beziehung zu BitBox haben und sich nicht mit Kryptowährungen beschäftigen. Betrüger kontaktieren viele Menschen und hoffen, dass die Geschichte für einen Teil von ihnen passend klingt.
Auch eine personalisierte Nachricht beweist weder, dass deine BitBox, dein Gerät, deine BitBoxApp oder deine Wallet kompromittiert wurde, noch dass deine Wiederherstellungswörter offengelegt wurden. Betrüger können öffentlich zugängliche Kontaktdaten, Marketinglisten, wahlloses Anwählen, Informationen aus sozialen Netzwerken, unabhängige Datenlecks bei Dritten und missbrauchte Kontaktformulare kombinieren.
BitBox hat in der Vergangenheit Vorfälle offengelegt, die einen Teil solcher gezielter Kontakte erklären könnten:
- Am 10. September 2026 verschafften sich Angreifer Zugriff auf das BitBox-Konto beim Newsletter-Anbieter Brevo und luden die vollständige dort gespeicherte Kontaktliste herunter. Die exportierten Daten enthielten ausschliesslich die E-Mail-Adressen von Abonnenten. Namen, Postanschriften, Zahlungs- und Bestelldaten waren nicht enthalten. Der Vorfall kompromittierte weder BitBox-Systeme noch die BitBoxApp oder BitBox-Hardware-Wallets. Lies dazu E-Mail-Adressen bei Newsletter-Anbieter Brevo offengelegt.
- Im Juli 2022 wurden bei einem Sicherheitsvorfall beim externen Marketing-E-Mail-Anbieter ActiveCampaign E-Mail-Adressen und eine begrenzte Menge zugehöriger Daten offengelegt. Lies dazu die BitBox-Erklärung zum ActiveCampaign-Vorfall (auf Englisch).
- Bei einem separaten Datenleck bei Twitter/X wurden E-Mail-Adressen offengelegt, die mit Twitter-Konten verknüpft waren. Das kann Betrügern helfen, eine E-Mail-Adresse mit öffentlichen Aktivitäten rund um Kryptowährungen zu verknüpfen. Der Vorfall betraf nicht die Systeme von BitBox. Lies dazu die BitBox-Stellungnahme zum Twitter/X-Datenleck.
Eine offengelegte E-Mail-Adresse kann gezielteres Phishing ermöglichen. Sie erklärt jedoch keine Telefonnummer, Postanschrift, Bestellhistorie, keinen Wallet-Zugriff und keine Kryptobestände. Schreibe einen einzelnen Anruf, eine Nachricht oder einen Verlust ohne fallbezogene Belege weder Brevo noch einer Börse oder einem anderen Vorfall zu. Aktuelle Informationen zur Verarbeitung und Löschung von Supportdaten findest du in Warum wir deine Kontaktdaten löschen und wie wir mit deinen Daten umgehen (auf Englisch).
Über eine neue offizielle Anfrage prüfen
Wenn du weiterhin unsicher bist, öffne einen neuen Browser-Tab und gib contact.bitbox.swiss manuell ein. Erstelle eine vollständig neue Anfrage und beschreibe, was du erhalten hast. Antworte nicht auf die verdächtige Nachricht und verwende weder ihre Telefonnummer, ihren Link, ihren Ticketcode noch den dort genannten angeblichen Mitarbeiterkontakt.
Übermittle nur nicht vertrauliche Angaben, zum Beispiel den Absender, eine Telefonnummer, eine Webadresse, geschwärzte Screenshots oder andere Belege sowie die bereits ausgeführten Handlungen. Sende niemals Wiederherstellungswörter, Wallet-Backups, private Schlüssel, Passwörter, Passphrasen, PINs oder Authentifizierungscodes.
Wenn du nicht interagiert hast, ist die Kontaktaufnahme mit dem Support freiwillig. Wirkt die Kommunikation dringend, ist eine neue offizielle Anfrage vor jeder Handlung der sicherere Weg. Wenn du bereits interagiert hast, folge Nach einem Phishing-Versuch richtig reagieren und kontaktiere den Support über die neue offizielle Anfrage.
Die Prüfung ist abgeschlossen, wenn du entweder eine eindeutige Betrugsforderung erkannt und den Kontakt beendet hast oder BitBox die Kommunikation über deine unabhängige Anfrage bestätigt hat.