Damit eine andere Wallet-Anwendung dieselben Bitcoin-Aktivitäten anzeigt, muss sie die gewünschte Wallet, das richtige Konto und das passende Adressformat verwenden. Der Keypath des Kontos hilft dabei, die richtigen Schlüssel auszuwählen. Der Script-Typ gibt vor, welche Bitcoin-Adressen die Anwendung daraus erzeugen soll.
Lies Keypath und Script-Typ in den BitBoxApp-Kontodetails des gewünschten Kontos ab. Die Anleitung zu den Kontodetails zeigt dir, wie du die Ansicht öffnest und vor dem Kopieren das Format auswählst.
Wie die Kontonummer im Keypath erscheint
Bitcoin-Kontoindizes beginnen bei null. Innerhalb derselben Wallet beschreiben diese Mainnet-Pfade die ersten drei Native-SegWit-Konten:
| Reihenfolge der Konten | Native-SegWit-Kontopfad |
|---|---|
| Erstes Konto | m/84'/0'/0' |
| Zweites Konto | m/84'/0'/1' |
| Drittes Konto | m/84'/0'/2' |
Der letzte gehärtete Wert ist der Kontoindex. Davor kennzeichnet 84' den Verwendungszweck Native SegWit und 0' das Bitcoin-Mainnet. Taproot verwendet stattdessen den Verwendungszweck 86'; das erste Taproot-Konto hat somit den Pfad m/86'/0'/0'. Eine Umbenennung des Kontos ändert diese Werte nicht. Aus dem angezeigten Namen lässt sich der Index daher nicht zuverlässig ableiten.
Ein Bitcoin-Konto in der Seitenleiste der BitBoxApp kann sowohl Native SegWit als auch Taproot enthalten. Seine öffentlichen Daten gelten jeweils für das ausgewählte Format. Ein Native-SegWit-Import umfasst nicht zusätzlich die Taproot-Aktivitäten, und ein Wechsel der angezeigten Ansicht verschiebt kein Guthaben.
Die angeforderte Pfadebene verwenden
Der in der BitBoxApp angezeigte Kontopfad endet beim Kontoindex. Ein vollständiger Adresspfad führt weiter über den Empfangs- oder Wechselgeldzweig bis zum Adressindex. Beispielsweise bezeichnet m/84'/0'/0'/0/0 die erste Empfangsadresse des ersten Native-SegWit-Kontos im Mainnet.
Verwende den angezeigten Kontopfad, wenn die andere Anwendung einen Keypath auf Kontoebene verlangt. Unterstützt sie den vollständigen öffentlichen Deskriptor, kann dieser die Angaben zur Adressableitung gemeinsam übermitteln. Die übrigen Ebenen erklärt die technische Referenz zu Ableitungspfaden.
Derselbe Pfad kann zu einer anderen Wallet gehören
Ein Keypath wählt Schlüssel innerhalb einer Wallet aus; er identifiziert nicht die Wallet selbst. Eine optionale Passphrase ändert die Wallet, die aus deinem Wiederherstellungsbackup abgeleitet wird. Zwei solche Wallets können beide m/84'/0'/0' verwenden und trotzdem unterschiedliche Schlüssel und Adressen erzeugen.
Nutze in der anderen Anwendung den vorgesehenen Verbindungsweg für Hardware-Wallets, während die gewünschte Wallet auf deiner BitBox geöffnet ist. Gib niemals Wiederherstellungswörter, private Schlüssel oder eine optionale Passphrase in ein Importformular ein, um eine Abweichung zu beheben.
Wenn Adressen oder Guthaben abweichen
Ein unerwartetes oder leeres Konto kann daran liegen, dass du eine andere Wallet, ein anderes Konto oder ein anderes Format ansiehst. Daraus folgt nicht, dass Guthaben verschwunden ist. Prüfe:
- Wallet: Die gewünschte Wallet ist geöffnet, gegebenenfalls mit der vorgesehenen optionalen Passphrase.
- Konto und Format: Kontopfad und Script-Typ in der anderen Anwendung entsprechen der ausgewählten Konfiguration in der BitBoxApp.
- Import und Synchronisierung: Die Anwendung unterstützt die übermittelten Daten und hat die Kontoaktivitäten vollständig geladen.
Die Auswahl eines anderen Pfads verschiebt vorhandenes Guthaben nicht. Empfange aber keine Zahlung auf einer unerwarteten Adresse und sende keine Testtransaktion für ein Konto, das du noch nicht zugeordnet hast. Bleibt die Abweichung ungeklärt, kontaktiere den BitBox Support mit den Namen und Versionen der Anwendungen sowie dem Bitcoin-Adressformat. Teile niemals Wiederherstellungswörter, private Schlüssel, Passwörter, Passphrasen oder Wallet-Backups.